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Geschlechterkonzepte von Mädchen und Jungen im Vorschulalter


Geschlechterkonzepte von Mädchen und Jungen im Vorschulalter

Annäherung an eine geschlechtsbezogene Sonderpädagogik über einen Ansatz der Handlungsforschung
Pädagogische und didaktische Schriften, Band 13 Auflage

von: Angela Oehmke

22,90 €

Verlag: Edition Ruprecht
Format: PDF
Veröffentl.: 20.05.2005
ISBN/EAN: 9783897442511
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 274

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Aus der Einleitung:

Das erkenntnis- und handlungsleitende Interesse dieser Forschungsarbeit entstand aus der Tatsache heraus, dass viele gesellschaftliche Probleme einen deutlich geschlechtsbezogenen Zusammenhang aufweisen. Diese Zusammenhänge wurden in den vergangenen 25 Jahren vor allem innerhalb der Frauen- und Geschlechterforschung thematisiert. So ist beispielsweise an Schulen für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, der Anteil der Jungen besonders hoch und beträgt etwa 75 Prozent (vgl. z.B. Schnack/ Neutzling 1997). Die Jugendkriminalität ist bei genauerer Betrachtung ein größtenteils „männliches Phänomen“. Ähnlich verhält es sich mit rechtsradikaler Gewalt. In den letzten Jahren verstärkt auftretende Amokläufe, vor allem auch innerhalb von Schulen, weisen nahezu ausschließlich auf männliche Handlungsträger hin (z.B. Erfurt 2002).
[...]
Die Leitfrage, die sich für die Gestaltung des Forschungsprozesses stellt, ist die nach dem Vorhandensein von Aspekten geschlechtsbezogener Konzepte im Vorschulalter. Werden also bereits im Vorschulalter Aspekte geschlechtsbezogener Konzepte deutlich? Kann diese Frage innerhalb des Forschungsprozesses mit „ja“ beantwortet werden, geht es im weiteren Verlauf um die Konkretisierung der Leitfrage. Die Aspekte der geschlechtsbezogenen Konzepte von Mädchen und Jungen werden in diesem Fall qualitativ näher betrachtet. Dabei werden gezielt Verbindungen zu speziellen Inhalten der Sonderpädagogik untersucht. Im Vordergrund stehen frühzeitige Anzeichen für die mögliche Entstehung und Entwicklung von Verhaltensstörungen. Die Ergebnisse der Untersuchung können in diesem Sinne Grundlage und Ausgangspunkt für spätere Langzeitstudien sein.
Aus der Einleitung:

Das erkenntnis- und handlungsleitende Interesse dieser Forschungsarbeit entstand aus der Tatsache heraus, dass viele gesellschaftliche Probleme einen deutlich geschlechtsbezogenen Zusammenhang aufweisen. Diese Zusammenhänge wurden in den vergangenen 25 Jahren vor allem innerhalb der Frauen- und Geschlechterforschung ...
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

I. EINLEITUNG
Forschungsinteresse, Fragestellung und Überblick

II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN:
Geschlechtsbezogene Verhaltensstörungen bei Mädchen und Jungen

1. Einleitung

2. Zum Geschlechterdiskurs
2.1 Geschlecht
2.2 Weiblichkeit und Männlichkeit
2.3 Polarisierung
2.4 Hierarchieverhältnis
2.5 Kultur der Zweigeschlechtlichkeit
2.6 Zusammenfassung

3. Sozialisation
3.1. Zum Begriff „Sozialisation“
3.2 Sozialisation als produktive Verarbeitung der „inneren“ und „äußeren“
Realität
3.3 Sozialisation, Selbstbild und Identität
3.4 Störungen in der Identitätsbildung
3.5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

4. Verhaltensstörungen
4.1 Zum Begriff „Verhaltensstörung“
4.2 Entstehung und Entwicklung von Verhaltensstörungen
4.3 Verhaltensstörungen bei Mädchen und Jungen
4.3.1 Mädchen und Essstörungen wie Bulimie (Bulimia nervosa) und Magersucht
(Anorexia nervosa)
4.3.2 Jungen und Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsdysfunktionen (ADHD)
4.4 Zusammenfassung

5. Sozialisation von Mädchen und Jungen
5.1 Beginn der Sozialisation
5.2 Das Stillen
5.3 Exkurs: Psychoanalytische Betrachtungen
5.3.1 Ödipus und seine Schwester
5.3.2 Penisneid und Uterusneid
5.4 Exkurs, Symbolische Betrachtung:
Das Mädchen „sächlich“, der Junge „nicht weiblich“ bzw. „nicht nicht männlich“

[...]
Angela Oehmke wurde mit dieser Untersuchung 2003 an der Universität Rostock promoviert.